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SÜDSEE: Liebe auf den ersten Blick

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Ihr Reisespezialist: Sandra Richter

 

Im Dezember hatte ich die einmalige Chance an einer Reise ins Paradies teilnehmen zu dürfen – in die Südsee, genauer gesagt in die Inselwelt Französisch Polynesiens.

Auf unserem Plan stand die relativ unberührte Insel Huahine, dann die kleine Schwester Tahitis – Moorea und als krönender Abschluss Bora Bora.

Da der Langstreckenflug mit der Air Tahiti Nui bereits um 11:30 in Paris startete, beschloss ich einen Tag früher anzureisen um nicht schon gestresst diese lange Reise zu beginnen. Das war auch eine gute Entscheidung. Der Flughafen Charles de Gaulle ist sehr groß und relativ unübersichtlich – bitte genügend Umsteigezeit einplanen. Nach einem Stop in Los Angeles landeten wir auf Tahiti – der Hauptinsel.

Angekommen am Flughafen erwarten die Gäste drei Ukulele Spieler und landestypisch gekleidete Frauen mit Tiare-Blumenkränzen (die süß duftende Nationalblume).
Die erste Nacht verbrachten wir im Manava Suite Resort auf Tahiti. Ein neues, top 4* Hotel mit sehr großzügigen Zimmern (sogar mit Kitchenette) und einer schönen Poolanlage. Da das Hotel nur 10 Fahrminuten vom Flughafen und 15 Minuten von der Stadt entfernt ist, ist es optimal für einen Stop oder einen längeren Aufenthalt.

Ausgeruht und mit voller Vorfreude flogen wir mit einer kleinen Propellermaschine nach Huahine. Da die Flugzeuge oft mehrere Inseln anfliegen, kann es schon sein, dass man 2 x auf einer Insel „runtergeht“, Gäste steigen ein und/oder aus, bis man zu seinem Endziel kommt.

Huahine
Die kleine Insel ist die unberührteste der drei besichtigten. Mir hat sie landschaftlich sehr gut gefallen – alles ist noch wilder, die Insel ist noch untouristisch und etwas verschlafen. Sehr interessant war der Besuch einer Perlenfarm, wo uns erklärt wurde wie die berühmte dunkle Südseeperle gezüchtet wird.

Wir nächtigten im Te Tiare Beach Hotel. Mir hat besonders gut gefallen, dass das Hotel sehr viel Wert auf einheimische Mitarbeiter legt (alle sind sehr herzlich und zuvorkommend).

Moorea
Die kleine Schwester von Tahiti (nur 17 km entfernt) hat viele vulkanische Gipfel, die als schönste Bucht der Südsee bezeichnete Cooks Bay und eine tropische Vegetation.

Ein besonderes Highlight war das Schwimmen mit den Stachelrochen im seichten Gewässer. Noch aufregender war das Beobachten der Schwarzflossenhaie bei der Fütterung. Für das fehlte mir ehrlich gesagt der Mut dazu. Das Gewässer war relativ dunkel, es war etwas stürmisch und der Trainer fütterte die bis zu 2 Meter langen Haie an. Meine Kollegen mussten auf Stahlkonstruktionen im Wasser stehen und sich an einem quer gespannten Seil festhalten und konnten die Haie beobachten. Alle Mitreisenden die sich getraut haben, haben dieses Erlebnis als eines der Beeindruckendsten bezeichnet.

Zwei Nächte verbrachten wir im Moorea Pearl Resort. Der Hotelmanager ist sehr um das Wohl der Gäste bemüht und die Küche ist hervorragend. Bei den Garden Pool Bungalows hat man viel Privatsphäre im sichtgeschütztem Garten mit privat Pool. Tipp: bei den Overwater Bungalows die Premium Kategorie buchen, diese sind ganz vorne am Meer und bieten einen besseren Einstieg ins Wasser (bei den hinteren kommen die Korallen nahe zum Bungalow und man muss beim Einstieg aufpassen).

Ein besonderes Erlebnis war, als ich von meiner Terrasse aufs Meer sah, da ich wissen wollte ob das Schnaufen von einem Schnorchler kam – und sah eine Delphinfamilie ganz nahe vorbeiziehen.

Bora Bora
Als ich dachte es gäbe keine Steigerung an landschaftlicher Schönheit, erreichten wir Bora Bora.

Die Insel wird als eine der schönsten Inseln der Welt bezeichnet – zu Recht! Bora Bora ist von einem Riff umgeben, sodass das Wasser in der in der Lagune (zwischen Riff und Insel) türkisfarben und ruhig ist. Das üppige Grün und das kitschige Wasser erfüllen alle Südsee Klischees.

Tipp: einen Schnorchel Ausflug mit Christoph buchen. Bis jetzt habe ich mich noch nicht 100%ig für das Schnorcheln erwärmen können, aber unser Guide war so hilfsbereit und hat eine Engels-Geduld mit uns aufgebracht (immer wieder die Maske zurecht gerückt, er hat uns an der Hand sicher durch die Korallengärten geführt, uns die verschiedenen Meeresbewohner erklärt…). Mit ihm haben wir auch einen 2 Meter Manta Rochen gesichtet und sind mit ihm geschwommen. Zum Abschluss bevor uns der Rochen davongeschwommen ist hat der eine Drehung gemacht, uns seinen weissen Bauch gezeigt, und sich vertschüsst. Ein unvergessliches Erlebnis. Ach ja: Seepferdchen haben wir beim Schnorcheln auch gesichtet, die gehen leider neben dem 2 Meter Manta etwas unter :)

Ein Traum ist das Bora Bora Pearl Beach Resort. Per Boot gelangt man zum Motu (=Insel) wo das Resort liegt (es gehört übrigens zu den Leading Hotels of the World). Das Hotel ist von der Lage her sehr ruhig gelegen – optimal um die Seele baumeln zu lassen.


Tahiti
Tahiti ist mit der Hauptstadt Papeete die größte der Gesellschaftsinseln. Die Insel ist das wirtschaftliche Zentrum der Inselwelt und man findet Geschäfte, Supermärkte und Banken wie bei uns in einer Stadt. Da kein schützendes Riff die Insel umgibt ist die Brandung gerade im Süden sehr stark. (Tipp: toll zum Surfen). Tahiti ist ganz gegensätzlich zu den anderen Inseln. Südsee Romantik und türkisfarbenes Wasser sucht man vergebens.

Dennoch sollte man ca. 2 Nächte einplanen. Im Hafen kann man an der Promenade entlang flanieren. Sehr interessant war das Essen am Hafen bei den Roulottes – den fahrenden Essensständen. Hier tut sich jeden Abend etwas und man kann zu relativ günstigen Preisen gut essen.

Sehr quirlig ist der große Markt. Hier findet man vom Kokosnuss BH über frischen Fisch bis zu günstigen Perlenmodeschmuck alles (man sollte genug Bargeld mitnehmen)

Mein persönliches Highlight war der Besuch beim Tahiti Pearl Market – dem größtem Umschlagplatz für die schwarzen Tahiti Perlen. Beim Betreten im Untergeschoß standen wir gleich in der Exklusiv-Abteilung. Die Betreuerinnen waren so nett und freuten sich über unsere Begeisterung für diese besonderen Schmuckstücke.

Im Untergeschoß fertig, gingen wir ins Obergeschoß, wo die losen Perlen direkt vom Goldschmied verarbeitet werden. Aus hunderten Perlen kann man sich seine Perfekte aussuchen.

Genereller Tipp zur Verpflegung: es lohnt sich Halb- bzw. Vollpension gleich vorab hinzuzubuchen, da es auf den Inseln wenig Möglichkeiten zum Auswärts-Essen gibt.
 
Aufgrund der langen Anreise empfehle ich einen mindestens 2-wöchigen Aufenthalt. Egal ob man – wie wir – Inselhüpfen bucht oder eine Kreuzfahrt macht, man sollte auf jeden Fall Zeit für mehrere Inseln einplanen. Auch wenn man fast überall türkisfarbenes Wasser und eine üppige Vegetation vorfindet, hat jede Insel seine eigenen Besonderheiten.

Diese Reise in die Südsee war die schönste und aufregendste meines Lebens, ich habe nichts annähernd Vergleichbares gesehen.